Bernd Ladwig: Konsequentialismus und Rechte
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| When |
Apr 27, 2010 from 06:15 PM to 08:15 PM |
| Where | HU Berlin, Juristische Fakultät, Unter den Linden 9, Alten Palais, Raum E25 |
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Ein Konsequentialist meint, die Moral sei im Grunde dazu da, für möglichst gute Weltzustände zu sorgen. Subjektive Rechte gelten gemeinhin als Grenzen dieses Bestrebens. Sie bewahren Individuen davor, bloße Mittel im Bemühen um Weltverbesserung zu sein. Ich möchte zeigen, dass wir gut daran tun, unsere Moralvorstellung auf Rechte zu gründen. Auch auf dieser Grundlage aber behält der Konsequentialismus eine Anziehungskraft, die namentlich für das übliche Verständnis von Menschenrechten bedrohlich ist. Menschenrechte sind starke Rechte, die uns mit einem besonderen moralischen Status, der Unverletzlichkeit (inviolability) ausstatten. Ich werde der Vermutung nachgehen, dass dieser Status selbst konsequentialistisch gerechtfertigt werden kann.
Bernd Ladwig ist Juniorprofessor für moderne politische Theorie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.
Die Reihe "Werkstattgespräche" lädt nicht nur junge Forschende ein, ihre aktuellen Forschungen in einer ungezwungenen und offenen Atmosphäre vorzustellen und zu diskutieren. Für das Publikum bietet dieses Format den Einblick in neueste Forschungsergebnisse, für die Vortragenden die Möglichkeit, Rückmeldungen, Kritik und Anregungen zum eigenen "Work-in-Progress" zu erhalten. Die Werkstattgespräche werden vom Institut für interdisziplinäre Rechtsforschung / Law and Society Institute Berlin (LSI) in Zusammenarbeit mit dem Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit (BAR) veranstaltet.

