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Juana Remus: Das Zusammenspiel von Recht, Medizin und heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit an der Normierung und Regulierung von Intersexualität

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  • Werkstattgespräche
When May 03, 2011
from 06:15 PM to 08:15 PM
Where Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Altes Palais, Raum E 25, Unter den Linden 9, Berlin-Mitte
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Intersexuelle Menschen, also Menschen, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden, werden in unserer Gesellschaft pathologisiert. Durch Medizin und Recht bekommen sie eines der gesellschaftlich anerkannten Geschlechter – Mann oder Frau –zugeschrieben und werden somit unsichtbar gemacht. Der „abnormale“ Körper wird an ein Normgeschlecht angepasst, in der Regel durch genitalverändernde Operationen im Kindesalter. Zur Rechtfertigung dieser Eingriffe beruft sich die Medizin auf behauptete rechtliche Vorgaben. In den juristischen Auseinandersetzungen, mit denen Intersexuelle gegen die Missachtung ihres Rechts auf freie Geschlechtswahl und ihres Rechts auf körperliche Unversehrtheit kämpfen, verweisen die Gerichte wiederum auf vorgebliche medizinische Erkenntnisse.

Neben der Frage, warum sich Recht und Medizin gerade hier als unzuständig betrachten und ihre Deutungshoheit zugunsten der jeweils anderen Disziplin aufgeben, wird der Vortrag sich der rechtlichen Bedeutung von Kämpfen intersexueller Menschen zuwenden und unterschiedliche Ansätze im Kampf um die Kategorie Geschlecht im Recht aufzeigen.

 

 

Eine Audioaufnahme dieses Werkstattgesprächs finden Sie hier.